Wissenschaft

„Gute Laune ist ein Kriegsartikel“

Deutsche und amerikanische Animationsfilme, Comics und Cartoons als Mittel der Propaganda während des Zweiten Weltkrieges

„Gute Laune ist ein Kriegsartikel“ - Deutsche und amerikanische Animationsfilme, Comics und Cartoons als Mittel der Propaganda während des Zweiten Weltkrieges. be.bra Verlag 2019.

»Gute Laune ist ein Kriegsartikel«
Deutsche und amerikanische Trickfilme, Comics und Cartoons als Mittel der Propaganda während des Zweiten Weltkrieges
ca. 440 Seiten, 17 x 24 cm, Gebunden, 100 s/w-Abbildungen

be.bra verlag
ISBN 978-3-95410-239-6

Zum Inhalt: Im Zweiten Weltkrieg existierte neben der militärischen Konfrontation auch ein »gezeichneter Kriegsschauplatz«: Anhand der Bereiche Comic, Cartoon und Trickfilm untersucht Niels Schröder die zeichnerischen Frontverläufe der sich bekriegenden Humorkulturen in den USA und in Deutschland.
Die USA waren Anfang der 1930er Jahre sowohl im Zeichentrickfilm als auch im Genre der Comic-Hefte federführend. Auf deutscher Seite war die nationalsozialistische Führung bestrebt, eine eigene Humorindustrie aufzubauen. Hitler war bekanntlich ein Bewunderer Walt Disneys, und Propagandaminister Joseph Goebbels versuchte nach 1939, aus den von Deutschland besetzten Ländern talentierte Zeichner anzuwerben. Unter dem Druck des Krieges entstanden so einige beachtenswerte deutsche Zeichentrickfilme.
Neben dem Kampf an diesen gezeichneten Fronten behandelt die Studie auch die psychologische Kraft des Humors. Versucht ein Regime den Humor, letztlich eine anarchische und somit unkontrollierbare Energie, für seine Zwecke einzusetzen, so richtet sich dieser letztlich gegen das Regime selbst.

 

Für seine Dissertation an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, die nun im be.bra verlag als Buch erscheinen wird, erhielt Niels Schröder im Jahr 2017 den österreichischen Staatspreis (Award of Excellence), der jährlich für die 40 besten Doktorarbeiten vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Wien verliehen wird. Doktorvater ist Professor Thomas Macho, Wien.