Lehrtätigkeit


Lehrtätigkeit im Fach Illustration

 

Im Rahmen einer Professur in Vertretung erhielt ich in den Jahren 2004 und 2005 die Möglichkeit, Erfahrungen in der Lehre des Faches Illustration zu machen.

 

Aufgrund des Studiums an drei verschiedenen Kunsthochschulen hatte ich als Student unterschiedliche Methoden der Lehre dieses Faches kennengelernt und mir ein Bild gemacht, welche Aspekte daraus man in einer eigenen Lehrveranstaltung gewinnbringend weitergeben könnte.

Neben der Bearbeitung eines vorgegebenen Semesterthemas war mir dabei wichtig, auch einen Kontakt zum Berufsfeld des Illustrators herzustellen und die Studenten mit möglichen Anwendungsmöglichkeiten von Illustration zu konfrontieren.

Daher stand im ersten Semester (das die Zeitungsillustration als Topic beinhaltete) eine erste Exkursion in die Redaktionsräume der ZEIT.

Im zweiten Semester lautete das Thema „Comic" und die Exkursion ging von Halle nach Berlin, wo wir den Verleger des REPRODUKT Verlages Herrn Dirk Rehm in den Räumlichkeiten der Comicbibliothek „Renate" trafen. Dort kam es auch zu einem Gespräch mit dem Comiczeichner „Auge", der als Mitglied der Comiczeichnergruppe „Renate" Rede und Antwort stand.

 

Da die Lehre des Faches Illustration meist von Dozenten mit einer künstlerischen Ausbildung, also ohne spezielle pädagogische Ausbildung vorgenommen wird, bleibt es meist der freien Einschätzung des jeweiligen Lehrenden überlassen, seinen Unterricht selbst auszugestalten.

Für mich war es wichtig, den einzelnen Studenten in seinen Stärken zu erkennen - seien diese eher formaler oder inhaltlicher Natur - ihn aber auch in diesen Feldern zu erweitern und neue Anregungen zu bieten. Das gemeinsame Arbeiten, die Erzeugung eines harmonischen und anregenden „work-flows" war dabei wohl die schönste Erfahrung - und zudem die effektivste Art, produktiv zu sein.

Am Ende jeden Semesters wurden die Arbeitsergebnisse in einer Dokumentation gebunden und dem Rektor in Form eines Exemplars und kurzen Berichtes übermittelt.


Niels Schröder

 

 

Professur in Vertretung an der

Hochschule für Kunst und Design

Burg Giebichenstein in Halle / Saale

in den Jahren 2004 / 2005.
Besprechung von Arbeiten in der

Illustrationsklasse.


Redaktion „Die Zeit" - Studierende mit Professor Niels Schröder der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle an der Saale.  © Niels Schröder
© Niels Schröder

 

Exkursion mit Studenten der Hochschule zur Redaktion der Wochenzeitung „Die Zeit" nach Hamburg. Artdirector Merbach hielt einen eindrucksvollen Vortrag hinsichtlich der Arbeitsweise der Wochenzeitung sowie die Bedeutung der Illustration im Editorial Bereich und seiner persönlichen Sichtweise zu diesem Thema.

 


Große Konferenz bei der Wochenzeitung „Die Zeit" in Hamburg. © Niels Schröder
© Niels Schröder

 

 

Teilnahme der Hallenser Studentengruppe an der Grossen Konferenz der Redakteure der „Zeit". In dieser Konferenz werden die Themen der nächsten Woche besprochen, sowie allgemein eine Blattkritik vorgenommen.


Studentische Arbeiten

 

 Jedes Semester wurde dem Rektor der Hochschule eine Zusammenstellung der studentischen Arbeitsleistungen des Semesters in Form einer Dokumentation überreicht.

Die Arbeiten wurden zudem in einer kleinen Ausstellung präsentiert.


Links oben das Cover der Dokumentation zum Thema „Zeitungsillustration" mit dem Titel „Angestiftet". Daneben studentische Arbeiten von Andreas Dürer, Sonja Gebhardt, Arno Grabolle.

 

Mittlere Reihe: Arbeitssituation in der Klasse. Das folgende Semster-Thema „Comic“

bietet sich für die Arbeit mit Studenten besonders an.

Wie Professor Hendrik Dorgathen (Kunsthochschule Kassel) ausführte, ist im Medium Comic alles enthalten, was der Illustrator erlernen muss: Characterdevelopment, Timing, Storyboard, Perspektive und Bildaufbau, Dramatik, Komposition und vieles mehr.

Arbeiten von: Sandra Uhlitzsch (Titelillustration), Andreas Dürer, Sonja Gebhardt.

Auch das Medium „Cartoon" ist ausgezeichnet für ein erzählerisches und zeichnerisches „Training“ der Studenten geeignet. Hier kommt es vor allem auf die spontane Umsetzung einer Idee oder Geschichte an, aber auch auf die Kultivierung des eigenen Strichs. Wie bei einer Auseinandersetzung mit dem Comic werden somit Bereiche inhaltlicher wie formaler Natur vermittelt.

In Kooperation mit den „Franckeschen Stiftungen" zu Halle entstand eine Sammlung von Cartoons für die Publikation „Beziehungsweise - Familie und Gesellschaft".
Oben: Eine Auswahl der entstandenen Cartoons (Arno Grabolle, Sandra Uhlitzsch).


Vorträge und Präsentationen

 

 

2013 - Humboldt Universität zu Berlin: Über die Arbeitsweise eines Illustrators.

            Zur Praxis und Theorie der Illustration (Fachbereich Kulturgeschichte).

2012 - Präsentation und Vortrag an der btk Berlin. 

2011 - Präsentation und Vortrag an der HfK Bremen.

2010 - Präsentation und Vortrag an der FH Münster 

2009 - Präsentation und Vortrag an der Folkwangschule Essen