Professur i.V. / HKD Burg Giebichenstein

In den Jahren 2004 / 2005 arbeitete ich im Rahmen einer Professur in Vertretung an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle an der Saale mit Studierenden zu den Themenbereichen Editorial-Illustration und Comic. Die Veranstaltung zur Zeitungsillustration umfasste neben einer kunsthistorischen Annäherung an berühmte Zeitungsillustratoren (etwa McCay, Feininger, Grosz) viele Übungen anhand von Arbeitsblättern, anhand derer die Studierenden lernten, wie man auch durch formales Ausprobieren (Blickwinkel, Perspektive, Bildraum) die Erzählung einer Illustration zu variieren vermag. Zu verschiedenen vorgegebenen Artikeln entstanden Serien von Zeitungsillustrationen. Das Semester endete mit einem Besuch in der Redaktion der Wochenzeitung „Die Zeit", in der sich der Artdirector Dirk Merbach den Fragen der Studierenden stellte und einen Überblick über den Arbeitsprozess einer Artdirektion einer Zeitung vermittelte. Anschließend nahm er die Gruppe mit in die „große Konferenz" der Zeitung, in welcher die RedakteurInnen der unterschiedlichen Ressorts die Inhalte der nächsten Ausgabe diskutieren und vorstellen.


Links: Artdirector Dirk Mehrfach mit der Gruppe der Burg Giebichenstein.

Rechts: die große Konferenz bei der Wochenzeitung „Die Zeit". 


Unten: Studentische Arbeiten (Illustrationen zu Zeitungsartikeln):

Arbeiten von: Andreas Dürer, Arno Grabolle, Andreas Dürer, Sonja Gebhardt.

Illustrationen von: Arno Grabolle, Sonja Gebhardt, Arno Grabolle.

Das andere große Thema der Lehrveranstaltung war die Auseinandersetzung mit dem Genre Comic. Ziel des Semesters war die Konzeption und Umsetzung einer Comic-Geschichte. Dabei ging es um die Erweiterung aber auch Stärkung der individuellen Ausdrucksmittel, die Entdeckung des Mediums (durch Referate zu Zeichnern und Autoren), sowie das Ausprobieren und Experimentieren. 


Museum Lüneburg / Workshop

Einige Tage nach der Buchpremiere der Graphic Novel „20. Juli 1944. Biographie eines Tages", be.bra Verlag 2019 in Berlin wurde am 2. Juli 2019 im Museum Lüneburg ein Workshop mit Schülern der Schule IGS Kaltenmoor ein ganztägiger Workshop veranstaltet. Der Workshop bestand aus zwei Themenfeldern – einem historischen (die Geschichte des 20. Juli 1944), sowie einem künstlerischen (der Entwicklung eigener Comic-Kurzgeschichten zum Thema Widerstand im „Dritten Reich").

 

Nähere Einzelheiten zum Workshop sind in der Rubrik zur Graphic Novel „20. Juli 1944" aufgeführt.